Anja Bihlmaier lehnt in schwarzer Kleidung an einem Geländer in einem modernen Innenraum und hält einen Taktstock in der Hand, im Hintergrund Glasflächen und architektonische Details

BIHLMAIER / ALTSTAEDT / STRAUSS, SCHOSTAKOWITSCH, ZIMMERMANN, RAVEL / 2. Abo M

Sonntag, 18.10.2026  | 11:00 Uhr

Veranstalter: Münchner Philharmoniker

Infos

Dirigentin: Anja Bihlmaier
Violoncello: Nicolas Altstaedt

Johann Strauß (Sohn): »An der schönen blauen Donau«
Dmitrij Schostakowitsch: 1. Cellokonzert
Bernd Alois Zimmermann: »Musique pour les soupers du Roi Ubu«
Maurice Ravel: »La Valse«

Beim Wiener Opernball darf er auf keinen Fall fehlen: der Donauwalzer! Sein magisch-flirrender Anfang lockt die Tanzpaare zielsicher aufs Parkett. Kaum ein anderes Musikstück steht so sehr für Wien, für Eleganz und den Mythos der k.u.k.-Zeit. Anja Bihlmaier stellt dieser perfekten Walzerseligkeit die dunkle Seite des Tanzes gegenüber: innere Zerrissenheit, bitterer Spott und den taumelnden Abgesang einer Epoche. Bei Dmitrij Schostakowitsch ist der Tanz lediglich als Schatten präsent. Das Cellokonzert Nr. 1 pulsiert in nervöser Motorik, in grotesk verzerrten Rhythmen, die an Märsche, Zirkusnummern oder Tanzparodien erinnern. Bernd Alois Zimmermann treibt diese Idee weiter und zerlegt in der »Musique pour les soupers du Roi Ubu« den Tanz in eine grelle Collage aus Zitaten wohl bekannter Werke: ein Maskenball der Musikgeschichte. Mit Maurice Ravels »La valse« schließlich kehrt der Walzer zurück – als Erinnerung, als Rausch, als Bewegung zwischen Ordnung und Ekstase.

Quelle: Veranstalter, offizielle Event-Websites und eigene Recherchen. Redaktionelle Bearbeitung vorbehalten. Änderungen und Irrtümer möglich.

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