BEETHOVENS ERBE - Zwei Jahrhunderte, zwei große Klaviersonaten
Veranstalter: Pianistenclub e.V.
1 Termin
- 24.07.24.07.202619:0019:00UhrBEETHOVENS ERBEMünchenSchloss Nymphenburg | Johannissaal im Schloss Nymphenburg
Infos
Collage: Naoe Sasaki, Anthony Sintow-Behrens, Louis Mühlbauer
In diesem Programm führen Sie Anthony Sintow-Behrens und Louis Mühlbauer im gemeinsamen Gespräch durch den Abend und stellen zwei Jahrhundertwerke gegenüber: die große h-Moll-Sonate von Franz Liszt und die 8. Klaviersonate von Sergej Prokofjew. Eingeleitet werden diese beiden großen postbeethovenianischen Klaviersonaten von zwei kurzen Sonaten des italienischen spätbarocken Komponisten Domenico Scarlatti in den beiden Tonarten der jeweils nachfolgenden Großwerke, gespielt von Naoe Sasaki.
Mit seiner h-Moll-Sonate gelingt Liszt, was seinen hochromantischen Komponistenkollegen Chopin, Schumann oder Brahms nicht gelungen war: das Erbe des Revolutionärs Beethoven in der Gattung der Klaviersonate fortzuführen, diese in ihrer Form hin zur Einsätzigkeit weiterzuentwickeln und damit der nächsten Komponistengeneration den Weg zu ebnen. Nach Liszt werden Alban Berg, Nikolai Medtner, Alexander Skrjabin und Sergej Prokofjew zahlreiche einsätzige Klaviersonaten komponieren, welche ihre kreative Keimzelle allesamt in Liszts großer h-Moll-Sonate finden.
90 Jahre nach der Uraufführung von Liszts h-Moll-Sonate vollendet Sergej Prokofjew das Jahrhundertwerk seiner 8. Klaviersonate op. 84 in B-Dur, noch im gleichen Jahr, am 30. Dezember 1944 uraufgeführt von Emil Gilels. Sie stellt die umfangreichste und vielschichtigste der insgesamt neun Klaviersonaten Prokofjews dar und komplettiert die Trias der drei Kriegssonaten, welchen sie gemeinsam mit op. 82 in A-Dur und op. 83 – ebenfalls in B-Dur – bildet. Diese drei Sonaten stellen Prokofjews größten Wurf in der Gattung der Klaviersonate dar.
Schloss Nymphenburg
80638 München
